Zur Weihnachtszeit boomt das Geschäft mit Smartphones und Handys. Doch immer schwingt auch die Ungewissheit mit, ob man dem Beschenkten wirklich Gutes tut. Gerade Eltern und Großeltern lesen dann Zeilen gerne, die in dicken Buchstaben darauf verweisen, dass es keine Krebsgefahr gibt. Kaum einer liest die Meldungen komplett oder durchdenkt die Inhalte der Meldungen.
So auch bei der Studie „Use of mobile phones and risk of brain tumours: update of Danish cohort study“, (Frei et al., 2011, BMJ 2011;343:d6387 doi: 10.1136/bmj.d6387) die wieder in knapper Ausführung durch die Presse geistert.
Besonders hervorzuheben ist, dass die Studie die Handynutzer untersucht, die zwischen 1982 und 1995 einen Handyvertrag abgeschlossen haben. Wer erinnert sich schon daran, dass erst mit der grossen Handy- Verschenkwelle 1996/97 das D- Netz im Volk ankam und die Nutzerzahlen steigen, dass erst 1991 die allerersten digitalen Handys des D- Netzes überhaupt erschienen?
Alleine dieser Ansatz zeigt die wahre Intension, eben zu verschleiern, zu Verwirren und zu Täuschen.
Die grosse Gruppe der belasteten Nutzer werden so in der Studie zu nicht Nutzern und dienen dem Vergleich.
Auch wurden Kinder und Jugendliche komplett ausgeklammert, also die Gruppe die besonders gefährdet ist, da sie noch in der körperlichen Entwicklung sich befindet.
Medienberichte wie in der Zeit schreiben:
„Allerdings wiesen die Forscher darauf hin, dass sie keine Daten über die jeweilige Häufigkeit der Handynutzung zur Verfügung hatten. Auch habe man keine Kinder oder Jugendlichen einbezogen. Zudem gebe es sicher falsche Zuordnungen: Menschen etwa, die als Handybesitzer registriert seien, dieses aber gar nicht nutzten – oder auch vieltelefonierende Menschen mit Firmenhandy, die als Nichtnutzer erfasst worden seien. Auch diejenigen, die sich erst nach 1995 ein Mobiltelefon zulegten, wurden als Nichtnutzer eingeordnet.“ und die fetten Lettern der Überschrift sagen trotzdem aus, kein Krebsrisiko.
So geht es nun seit Jahrzehnten und ernsthafte Forschung lässt sich in diesem Bereich nicht nur schwer kommunizieren sondern auch finanzieren. Forscher die derartige Ergebnisse liefern wie in dieser Studie, haben kein Problem Gelder dafür zu bekommen. Kritische Hinterfragen jedoch sind unerwünscht und da ist das Geld knapp bis nicht vorhanden.